Dank der großartigen Unterstützung unserer Nachbarn von der Stadtbeleuchtung kann unser Sommerkino SOMMERLEUCHTEN auf der Rückseite des Kinos trotz der Komplettschließung stattfinden. Wie vor 2020 müssen wir dazu um das Gebäude agieren und projizieren die Filme an die Außenwand. Ab dem SA 11.07. geht es los!
Eintritt: 5 €
Einlass: 20:00 Uhr | Beginn: 21 Uhr

Termine/Infos:
SA 11.07. Sommerkino der Nachbarschaft
Kurzfilmabend, Dauer: ca. 120 min., Vorfilm: Grünau50, mit Gespräch im Anschluss
Ost-Passage Theater goes FORTUNA – Kino der Jugend! Es ist der Eröffnungsabend des Sommerkinos – Die AG Kino vom OPT hat hierfür eine bunte Mischung aus Euren Kurzfilmeinreichungen zusammengestellt. Ob internationale Premieren, kleine Festivalerfolge oder charmante low budget Produktionen – die Streifen so facettenreich wie die Macher*innen selbst. Für dieses Sommerkinoformat vereinen sich zwei ehemalige Lichtspielhäuser des Leipziger Ostens und öffnen die Tore für Biergarten & Open-Air Kino und für alle die neugierig sind, zu entdecken, was die Nachbarschaft so zu bieten hat. Gespräch im Anschluss!
Grünau 50 1/5
Die fünfteilige Serie richtet den Blick auf die Dynamiken einer Großwohnsiedlung, die oft beschrieben wird, aber selten selbst zu Wort kommt.
Noch geht’s mir gut (Baran & Mirojević)
Der Film porträtiert zwei über 80-jährige Seniorinnen, die ein aktives, empowerndes und „untypisches“ Bild des Älterwerdens leben. Mit ihrer humorvollen Art zeigen sie, dass Alter nicht mit Stillstand verbunden sein muss, sondern Raum für Lebensfreude, Neugier und neue Erfahrungen bietet.
Mechanisches Theater (Liebmann & Liebmann)
In Handarbeit entstand eine Verkörperung der filmischen theatralen Reize, eine verspielte Hommage an die Filmpioniere der Jahrhundertwende.
Missed Connection (Lasfar)
Eine Rückkehr nach Marokko nach Jahren im Ausland. Beobachtende Bilder und ein Brief, gelesen von der Mutter des Filmemachers, tragen den Film durch Alltagsmomente, in denen Nähe und Distanz gleichzeitig existieren.
Electro Aether (Schuster)
Experimenteller Blick durch ein Oszilloskop auf die Kreaturen, die gespenstisch im elektronischen Raum gefangen sind.
DETLEV (Erhardt)
Ein immerzu frierender Mittvierziger fährt jeden Abend zu einer einsamen Tankstelle und bestellt sich ein mikrowellenwarmes Hawaii Toast. Diesem gibt sich Detlev in einem bizarren Ritual hin, denn es ist das Einzige, was ihm Wärme schenkt.
Zoon (Schwenk)
In den dunklen Sümpfen eines Waldes befindet sich eine Gruppe glänzender Axolotls in der Brunst; sie schmiegen sich aneinander und knabbern an den Gliedmaßen der anderen. Doch bald stößt ein viel größerer, zweibeiniger Waldbewohner auf die lüsterne Gruppe.
Short Notice (Gendry, Haufler & Horn)
12 Stunden liegen zwischen Jannas und Lucys Begrüßung und Verabschiedung am Leipziger Bahnhof. Sie haben eine Nacht, um die Stadt zu erkunden und einander näherzukommen, bevor Lucy den Zug zurück nach Frankreich nimmt.
FR 17.07. EVERYTHING NEEDS TO LIVE
Dokumentation, Ukraine/Polen, Dauer 70 min., Vorfilm: Grünau50 (2/5)
Nach Russlands Angriff auf die Ukraine tut Anna gemeinsam mit einer Gruppe von Freiwilligen in diesen schweren Tagen alles, um so viele verletzte und zurückgelassene Tiere wie möglich zu retten.
SA 18.07. Harpune
Spielfilm, Leipzig 2026, Dauer 90min, Vorfilm: Grünau50 (3/5),
anschl. mit Gespräch mit Christoph & Achim (t.b.c.)
Wie kann man einen Film beschreiben, der seine Legitimierung in der Erhöhung des Wie anstelle des Was sucht?
Sollen wir sagen, wir haben versucht, kein Thema zu behandeln? Sollen wir postulieren, der Film ist ein sich aus einer Anziehungsgebärde heraus entwickelndes Epos über das Verneinen des Profitums im Filmgeschäft? Zitat und Wahrheit stehen sich völlig fremd gegenüber und führen Unterwasserschlachten.

FR 31.07. U R THE UNIVERSE
Spielfilm, Ukraine/Belgien 2024, OmU, Dauer 101 min., Vorfilm: Grünau50 (4/5)
Nach der Zerstörung der Erde ist Weltraum-Trucker Andriy Melnyk der letzte Mensch im Universum, bis er dann doch einen Funkspruch von einer französischen Astronautin namens Catherine erhält, die auf einer fernen Raumstation ebenso alleine ausharrt. Entschlossen, sie zu finden, macht er sich auf eine gefährliche Reise.
SA 08.08. Metropolis
Stummfilm mit live Vertonung, Deutschland 1927, Dauer: 150 min
Der Sci-Fi Stummfilm Klassiker von Fritz Lang in passender Atmosphäre zwischen hohen Bauten und urbaner Kulisse. Live vertont von der Elektro-Jazz-Band Newseum!
Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden.
NEWSEUM ist ein 2024 gegründetes deutsch-schwedisches Techno-Jazz-Duo. Sein Debüt-Album „AI“ erschien Anfang 2026 auf dem Leipziger Label DRAN und ist in allen digitalen Kanälen abrufbar. Nach Konzerten in Deutschland, Südeuropa und Gastspielen beim Goethe Institut Stockholm ist „Metropolis“ nun die erste Filmmusik der Band.
Instagram: newseum.music

SA 15.08. Grünau50
Dokureihe von Birk Poßecker, Leipzig, Dauer: ca. 50 min
inkl. Nachgespräch mit Birk Poßecker und Josephine Reuhter (Stadtteilentwicklung Grünau)
GRÜNAU 50 taucht tief in der Seele eines ganzen Stadtteils. Leipzig Grünau, wie es ist: roh, nahbar und voller Gegensätze.
Zwischen Eisbaden am Kulki, Hip-Hop tanzenden Senior:innen und beiläufigen Momenten des Alltags begleitet die Serie Menschen, die ihren Stadtteil mitgestalten. Wie ein urbanes Tagebuch sammelt sie Begegnungen, Alltagsszenen und zufällige Augenblicke, die sich Stück für Stück zu einem größeren Panorama verweben.
Die fünfteilige Serie von Birk Poßecker richtet den Blick auf die Dynamiken einer Großwohnsiedlung, die oft beschrieben wird, aber selten selbst zu Wort kommt.

Kuba-Spezial
Film: DER ZWEITE BLICK und Lateinamerikanische Rythmen von DJ Schellack
SO 23.08.2026 | 19 Uhr Musik mit DJ Schellack
Filmstart gegen 20.45 Uhr: Dokumentarfilm von Carsten Möller, D / Kuba 2007, 85 min OmU
Im Anschluss Gespräch mit dem Filmemacher
Den Namen „Buena Vista Social Club“ – wer kennt ihn nicht. Das ist eine CD und ein Film, das ist das außerordentlich erfolgreiche Projekt Ry Cooders, der bei seinem Kuba-Trip 1996 die musikalischen Zauberer Ibrahim Ferrer, Compay Segundo, Rubén González und viele andere durchwegs betagte Männer entdeckte und berühmt machte, nicht zuletzt durch den Grammy-Award für die „Best Tropical Latin Performance“ (der wiederum keine geringe Bedeutung für den Wim-Wender’schen Siegeszug hatte). So weit, so bekannt. Leider nur ging beim Geschäftemachen und der Etablierung des Labels in Musik- und Filmindustrie einiges unter. Die Tatsache zum Beispiel, dass der Ursprungsort ein Klub mit vor allem sozialer Funktion (für die schwarze Bevölkerung) war, gelegen in einem marginalen Viertel im Westen Havannas, das neben der „buena vista“ aufs Meer nicht viel zu bieten hatte.
Der Leipziger Medienarbeiter und Dokumentarfilmer Carsten Möller machte sich schon 1998 auf die Spurensuche nach den Wurzeln des Mythos. Was er freischaufelt, sind nicht die „global heroes“ Ibrahim oder Rubén, sondern die „local heroes“ (in mehreren Generationen) und die von ihnen gelebte afrokubanische Kultur. 1932 gegründet, 1962 geschlossen, wird der Klub im Film wiederbelebt – soziale Identitäten, sie werden hier erzählt und analysiert, aber auch einfach getanzt. Und wie! Ob jung oder alt. Der Danzón lebt. Zumindest vorübergehend.
DJ Schellack ist ein alter Bekannter im bzw. am Fortuna Kino. Er gehörte mit zu den Ersten, die sich für die Rettung des alten Fortuna Kinos einsetzten. Als eingeborener Sellerhäuser war der heutige Nachbar, DJ, Gärtner, Selbstversorger und Macher als Kind bei unzähligen Nachmittagsvorführungen im Kino gegenüber zu Besuch. Diesmal bringt der langjährige Kubareisende aus seiner umfangreichen Schellack-Plattensammlung eine Auswahl lateinamerikanischer Rythmen mit.
Im Anschluss gibt es ein Gespräch mit dem Filmemacher Carsten Möller über die Enstehung seines Filmes und die aktuelle Situation auf Kuba.
