Das Konzeptvergabeverfahren ist eröffnet!

Zum Start des Konzeptvergabeverfahrens anbei unsere Pressemitteilung vom 08.07.
Die erste Beratung zur Aufgabenverteilung, um das vorhandene Konzept anzupassen, fand schon statt. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet. Die nächste Versammlung ist am 30.07. um 19,30 Uhr.
Am Montag, den 20.07. kann zwischen 13.00 und 16.00 Uhr das Objekt besichtigt werden!
Teams des Vereins und der Stadtverwaltung sind vor Ort.

Foto des künftigen Kultur- und Begegnungszentrums im Leipziger Osten am Standort des ehemaligen Kinos der Jugend in der Eisenbahnstraße 162 PRESSEMITTEILUNG // 08.07.2020Konzeptvergabe des ehemaligen „Kino der Jugend“ gestartet:

Stadt Leipzig geht neue Wege der nachhaltigen Stadtentwicklung Pressekontakt:Daniel.Schade@ig-fortuna.deTelefon: 0177 / 488 555 9Bei der IG FORTUNA | Kino der Jugend, der Bürgerinitiative, die seit langem für den Erhalt des ehemaligen „Kino der Jugend“ kämpft, löste die Nachricht über den Start der Konzeptvergabe des Gebäudes in der Eisenbahnstraße 162 am vergangenen Wochenende nur verhaltenen Jubel aus. Dabei gäbe es jede Menge Gründe die Sektkorken ordentlich knallen zu lassen. Als sich die Interessensgemeinschaft von Leipziger Kulturschaffenden 2015 den frohen Namen „Fortuna“ gab, war die Immobilie ein hoffnungsloser Fall. Mit dramatischen Bildern des Verfalls aus dem Gebäudeinnerengelang es damals die Öffentlichkeit aufzurütteln. Bereits Ende 2016 einigten sich auf Druck der IG Verwaltung und Stadtrat auf einen Rettungsplan mit dem Ziel der gemeinwohlorientierten Entwicklungder Immobilie. Das Gebäude in kommunaler Hand wurde grundgesichert, das Dach geflickt und der Schutt im Inneren beräumt. Gleichzeitig begann ein Beteiligungsverfahren, um die Bedürfnisse der lokalen Akteure und Nachbar/-innen auf die Entwicklungsziele des Gebäudes abzustimmen. Die Ergebnisse bestätigten Stadtrat und Verwaltung darin, dass am Standort des ehemaligen Kinos, im Umfeld der schnell wachsenden Stadtteile des Leipziger Ostens ein Kultursaal von der Größe unbedingt benötigt wird. Im Rahmen des überkommenen Vergaberechts allerdings eine Zwickmühle, denn bei einem „klassischen“ Verkauf gibt es keine hinreichenden Möglichkeiten die Entwicklung zu beeinflussen, zumal der Ausverkauf der kommunalen Flächen in der Vergangenheit als Bumerang zurückkam, als Leipzig wieder wuchs und von einer „shrinking city“ zur „boomtown“ mit neuen Herausforderungen für die Stadtentwicklung avancierte.Um also die kommunalen Entwicklungsziele am Standort nachhaltig sicherzustellen, musste erst ein neuer Weg bei der Vergabe dieserart kommunaler Immobilien entwickelt werden. Das hatte der Stadtratzwar prinzipiell schon 2013/14 beschlossen (A-00058/14 // eRIS: V/A 567). Aber ein konkretes Verwaltungsverfahren dafür fehlte bisher. Und es ist der IG FORTUNA sowie einigen engagierten Stadträt/-innen und Verwaltungsangestellten zu verdanken, dass Leipzig nun endlich über ein neues Werkzeug der nachhaltigen Stadtentwicklung verfügt: Der Konzeptvergabe im Erbbaurecht mit Anhandgabe. Hinter dem etwas sperrigen Namen verbergen sich drei klug ineinander greifende stadtpolitische Kontexte: Die Vergabe im Erbbaurecht bedeutet nicht den Verkauf der Immobilie samt Fläche, sondern lediglich die Verpachtung des Gebäudes (im Fall des „Kino der Jugend“ sind 60 Jahre Erbpacht vorgesehen). Dabei erfolgt die Vergabe auch nicht klassisch an den höchstbietenden Interessenten, sondern nach „Konzept“, d.h. die Kommune definiert Kriterien der Nutzung, in denen sie eigene Entwicklungsziele verankern kann, und entscheidet sich dann für das Konzept, das diesen am ehesten entspricht. Die Anhandgabe bedeutet schließlich, dass die Verwaltung die favorisierte Konzeptgruppe auch baurechtlich berät und bei der Entwicklung eines Finanzierungsrahmens für die nutzungsorientierte Sanierung aktiv unterstützt, damit sie hintendrein nicht dem entgegen steht, was siezuvor mit ins Verfahren gebracht hat.1/2

Zusammengenommen waren an der Entwicklung dieses neuen Verfahrens zeitweise bis zu zehn verschiedene Ämter der Stadtverwaltung beteiligt. Daniel Schade, Sprecher der IG FORTUNA, seufzt bei dem Gedanken: „Die Verwaltung hat gründlich gearbeitet, ohne Frage. Und die Abstimmung zwischen so vielen Ämtern ist schwierig. Aber 3,5 Jahre? Das hat bei dem anfänglichen Enthusiasmus unserer Initiative doch deutliche Spuren hinterlassen.“ Trotzdem ist Schade dankbar für die Arbeit im Rathaus. „Niemand hat vor fünf Jahren daran geglaubt, dass es möglich ist, dass Bürger/-innen, Stadtrat und Verwaltung Hand in Hand zusammenarbeiten können, um das Kino der Jugend zu retten. Das ist wirklich eine tolle Sache!“.Die Ausschreibungsunterlagen zur Konzeptvergabe des „Kino der Jugend“ sind nun seit 04.07.2020 öffentlich. Interessierte können sich bis 30.09. mit einem Konzept an der Vergabe der Immobilie beteiligen. Katrin Haucke, die bei der IG FORTUNA die Konzeptarbeit koordiniert, bestätigt die Teilnahme der IG am Verfahren: „Selbstverständlich beteiligen wir uns auch mit einem eigenen Konzept. Wir wollen zeigen, dass es geht und das neue Verfahren zum Erfolg führen. Und natürlich auch die Messlatte für die zukünftige Nutzung des Gebäudes möglichst hoch legen, im Sinne der lokalen Akteure und Nachbar/-innen vor Ort.“ Haucke macht aber auch auf das ungünstige Timing der Ausschreibung aufmerksam: „Jetzt so mitten in der Sommerpause ist es für uns als Bürgerinitiative sehr schwierig alle Kräfte für die notwendigen Konzeptdiskussionen zu mobilisieren.“ Zumal auch hierdie Corona-Krise zusätzlich belastet. „Es gibt ja derzeit kaum Räume, wo man sich mit demgebührenden Abstand in großer Runde treffen kann. Und wir müssen auch überlegen, was die aktuelle Krise der Begegnungskultur für unsere Pläne einer interkulturellen Begegnungsstätte konzeptionell bedeutet. Da wartet viel Arbeit.“, so Haucke.Dabei will die IG FORTUNA | Kino der Jugend wie in der Vergangenheit auch in der Zukunft offenund beteiligungsorientiert vorgehen. Erik Schülke, der sich als Vorstand des Bürgervereins Neustädter Markt in der Interessensgemeinschaft engagiert, lädt deshalb alle Interessierten herzlich ein: „Sprecht uns an, schreibt per Facebook, Mail oder Brief oder kommt zu einem der Treffen vorbei. Mit vereinten Kräften schenken wir dem Leipziger Osten einen seiner größten Kultursäle zurück!“via Facebook: https://www.facebook.com/igfortuna/via Internet:http://ig-fortuna.devia Mail:vorstand@ig-fortuna.devia Post:IG FORTUNA | Kino der Jugend, Eisenbahnstraße 143, 04315 Leipzig2/2

Nach Corona geht es weiter!

Am 11. Juni fand das ertse Treffen der IG nach der Kontaktsperre  mit gebührendem Abstand in einem privaten Garten statt. Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die sitzen, Baum, Schuhe, Tisch, im Freien und Natur Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die sitzen, Baum, Gras, im Freien und Natur

Beschlossen wurde, einen offenen Brief an den Stadtrat zu verfassen ( so geschehen: siehe nächster Beitrag!), an der Demonstartion der Leipziger Kulturschaffenden am 20.06. teilzunehmen:

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die stehen, Menschenmasse, Kind, Himmel, Baum, Schuhe und im Freien, Text „das Kino!“ Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die stehen, Menschenmasse, Kind, Schuhe und im Freien, Text „das Kino!“ Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Menschenmasse, Baum und im Freien

Dabei haben wir durch unser verkürztes Plakat gleich an alle Kinos erinnert.

Die Mitgliederversammlung wurde auf den 02. Juli verschoben.

 

Auf in das Jahr 2020 !

Das wird ein entscheidendes Jahr! Wir warten nun auf die Ausschreibung des Objektes Kino der Jugend durch die Leipziger Stadtverwaltung, um unser Konzept den Anforderungen anzupassen und damit ins Rennen zu gehen! Das erste Treffen fand im ungeheizten Eckladen schräg gegenüber statt, der zu unserer Basis geworden ist. Hier haben wir die Aktionen für dieses Jahr beschlossen. Wir wollen uns am Tag der Städtebauförderung beteiligen, zum Tag des offenen Denkmals und zu den Tagen der Industriekultur ein Angebot machen. Genaueres dazu gibt es später.

Jahresabschluss 2019

Am 05. Dezember traf sich der enge Kern der IG Fortuna zum letzten Mal im Jahr im Eckladen Eisenbahnstrasse 143, um noch an einem Projektantrag für die Porsche-Stiftung zu feilen und mit einem Glühwein und Naschereien das Jahr ausklingen zu lassen.

Auf ein Neues in 2020! Erster runder Tisch am 23.01.

Kulturkino Zwenkau

Am Samstag, den 25.11.2017 war eine Abordnung der IG Fortuna zu einem partnerschaftlichen Besuch im Kulturkino Zwenkau. Dieses denkmalgeschützte Haus stand schon auf der Abrissliste, als ein Verein das Gebäude rettete, wieder ausbaute und mit Kultur belebte. Unser großes Vorbild! Wir haben viel gelernt, worauf wir achten müssen, wenn der Ausbau im Kino der Jugend losgeht.

Preisverleihung Leipziger Agenda-Preis

Am 09.05.2017 fand in der Mediencampus-Villa Ida am Leipziger Poetenweg die Würdigung der Preisträger des Leipziger Agenda-Preises für Nachhaltigkeit und bürgerschaftliches Engagement mit dem OBM Leipzigs Brurkhard Jung statt. Den Preis in Form eines Projektzuschusses von 500.-€ nahm stellvertretend für die ganze IG Fortuna Gabriele Sergel entgegen, nicht ohne um Fördermitgliedschaften und für unser Anliegen zu werben.

 

Fortschritte

Das Dach des alten “Kino der Jugend” ist schon seit Weihnachten gedeckt. Dank an alle Beteiligten! Nun sind auch die weiteren Dacharbeiten abgeschlossen und der Innenraum wird beräumt. Gerade wirkt das alte Kino der Jugend sehr ruhig… Und wir arbeiten auch schon fleißig an Konzepten und Finanzierungsanträgen für die geplante Betreibung als neues Kulturzentrum im Leipziger Osten.

Bild könnte enthalten: Himmel und im Freien

Bild könnte enthalten: Himmel und im Freien

Im ganzen letzten Jahr haben wir Initiatoren viel geschafft:
Das Haus ist vor dem Verfall gerettet und es gibt einen Stadtratsbeschluß, der vorsieht, daß das Objekt nicht meistbietend verkauft wird, sondern im Konzeptvergabeverfahren ab 2018 ausschließlich für kulturelle Nutzung ausgeschrieben wird. Wir haben viel Lobby-arbeit geleistet, auf Stadtteilfesten, zu den Tagen der Industriekultur, zum Tag des offenen Denkmals und im Kontakt mit Politekern und Stadtverwaltung.
Bild könnte enthalten: Himmel, Baum, Haus und im Freien
Bild könnte enthalten: Himmel und im Freien
So sah es z.B. in unserer Ausstellung zur Geschichte des Kinos in der alten Bäckerei schräg gegenüber dem Kino aus:
Zum traditionellen Neustädter Frühstück befragten wir Anwohner zu Ihrem Interesse am Wiederaufbau des Kinos und so sah unser Stand  aus:

Stand beim Parkbogenfest:

Die neue Kulturbürgermeisterin Skadi Jaenicke hat sich für unsere Arbeit und unsere Pläne auch schon interessiert: