Die DEFA – die ehemaligen Filmstudios der DDR – feiern Geburtstag und wir feiern mit!
SA 16.05. | 20 Uhr DEFA80: Zwei schräge Vögel Deutsche Demokratische Republik (DDR) 1989, Erwin Stranka, 104 Min. Die Leipziger Informatik-Studenten Frank Lettau und Peter ‚Kamminke’ Galetzki sind beste Freunde. Für ihre Diplomarbeit arbeiten sie an einem Computerprogramm, das Fehler in seiner Software selbst finden und korrigieren kann. Ihre Freizeit verbringen sie mit der Sängerin Gina, in die beide verliebt sind und die ihrerseits die beiden Jungs gleichermaßen liebt. Da eine Abkommandierung an unterschiedliche Arbeitsorte nach dem Studium keine Option für das Gespann ist, provozieren sie ihre gemeinsame Versetzung in die tiefste Provinz. Auch dort sorgen die Freunde für große Unruhe. Vorfilm: Die Wahrheit um den Froschkönig (8 min) – Zeichentrick
RAMSCH^3 ist ein audiovisuelles Konzertformat, das Kommunikationsformen zwischen Schlagzeug, Objekten, Modularen Synths, präparierter Geige und Overhead Projektor Visuals erforscht. Der Ramsch wir dabei nicht nur benutzt, um die jeweiligen Instrumentarien zu erweitern – er liefert auch den konzeptuellen Hintergrund für die Performance. So werden Themen wie Nutzlosigkeit, Unabsichtlichkeit, Überfluss und Verfall für Augen & Ohren spürbar gemacht. Die vier Künstler*innen wagen eine Gratwanderung der Assoziationen durch frei improvisierte ebenso wie vorskizzierte Passagen.
DI 21.04.2026 | 19 Uhr Dokumentarfilm, D 2025, R: Mario Burbach, 52 min., dt. OV in Anwesenheit mit Filmemacher Mario Burbach)
Eine Arbeit ohne Chef? »In dieser Wirtschaftslage?!« – Für viele Menschen klingt das wie pure Utopie. Doch mitten im Herzen unseres auf Profitmaximierung und Hierarchie aufgebauten Marktsystems existiert bereits heute eine andere Realität, die auf Solidarität und ethischen Grundsätzen basiert: Kollektivbetriebe, die täglich für ein besseres »Richtiges im Falschen« kämpfen.
»Ohne Chefs« begleitet Menschen, die einen scheinbar unmöglichen Beweis antreten: Ja, ein Unternehmen kann ohne Chefs funktionieren. Sie zeigen, dass ein radikal anderer Weg möglich ist, bei dem Demokratie nicht an der Chef-Etage endet.
WRITE IT BEHIND YOUR EAR 27.03.-05.04. Ausstelllung von Adam Elezrah Vernissage: 26.03.2026 | 18 Uhr Öffnungszeiten: 27.-29.03. | 18-22 Uhr 30.03.-02.04. | 18-20 Uhr 03.04.-05.04. | 18-22 Uhr oder auf Anfrage
WRITE IT BEHIND YOUR EAR is a solo exhibition by Adam Elezrah, featuring a site-specific installation created specifically for the space at FORTUNA Kino der Jugend.
“I grew up in a home where superstitions were part of everyday life… objects meant to protect me from the evil eye accompanied me whenever I left the house.”
Starting from these personal talismans, the exhibition traces processes of emptying and reactivating objects and their meanings. The binder, a central figure in the exhibition shifts between archive and body, order and belief.
FORTUNA’s theatrical space is reconfigured into an installation where objects lose their function and take on new meanings.
Opening: Thursday, 26.3 — 18:00
Exhibition hours: 27.3–29.3 — 18:00–22:00 30.3–2.4 — 18:00–20:00 3.4–5.4 — 18:00–22:00 Or by appointment
First exhibition 2026 – artists: Hyelim Jeon, Yunju Shin 23. – 30. Januar 2026, 10-18 Uhr
Two physical spaces in real time, exploring the simultaneity and asynchronicity of interaction.
A reinterpretation of the development of Korean media narratives and media cognition, drawing from Nam June Paik’s concept of “live broadcast liveness” and recontextualizing it in the contemporary media landscape.
Seoul Exhibition Venue: Art Space Qualia / 41, Pyeongchang 11-gil, Jongno-gu, Seoul, Republic of Korea
Leipzig Exhibition Venue: IG Fortuna | Kino der Jugend, Eisenbahnstraße 162, 04315 Leipzig
Linked Program Jan. 23-29. 2026
A river mediates time and space, yet its flow is irreversible and unpredictable. A single river divides space while simultaneously connecting it; life on the opposite shore neither fully separates nor fully merges, but continues to flow in a state of in-betweenness.
A river is also a living presence. It does not remain in the past, but constantly carries new water forward, embodying a persistent present that affirms that “life goes on.” In this sense, the river becomes a symbol of liveness—a real-time condition of existence defined by continuous renewal and presence.
In Korean, the expression “to cross the water” often implies leaving for a distant place. Nam June Paik, who spent much of his life outside Korea in Germany and the United States, anticipated what we now describe as being “online” through his early articulation of liveness. Through the world’s first satellite live broadcasts, he connected physically distant entities via technology, expanding the notion of the “here and now” and visualizing the simultaneity of interaction across space. These experiments demonstrated how technology reconstructs human perception, memory, and modes of being—processes that unfold in ways that are both irreversible and unpredictable.
Paik’s practice introduced into Korean society a new sensibility toward real-time connection, media convergence, and human–machine relationships. This sensibility later became a crucial foundation for Korean digital media culture—particularly in real-time streaming, fandom-based content, and the formation of relationships with virtual entities. Within the media industry, these concepts were absorbed into live music broadcasts, chat-based streaming platforms, and multi-platform dissemination strategies, offering audiences what is often described as an “expanded experience.”
From a new media perspective, Paik’s live broadcasts can be understood as interactive practices grounded in simultaneity. This exhibition extends that context by experimenting with a streaming format that expands simultaneity into asynchronous interaction. Two physically distant spaces transmit to one another in real time, while audiences are also able to return to earlier moments in the stream, engaging with the exhibition through asynchronous modes of interaction.
On January 29, 2026, marking the 20th anniversary of Nam June Paik’s passing, this project directly connects his legacy to the cognitive systems through which we experience media narratives today. The exhibition seeks to re-narrativize the structures of perception that operate alongside media flows, as well as the simultaneities and asynchronicities formed within them, proposing new ways of understanding how media shapes contemporary modes of existence.
Wir befinden uns zwar kälte- und feiertagsbedingt im Winterschlaf, aber in der Zwischenzeit läuft immer in den Abendstunden unser kleiner FORTUNA-TV und zeigt euch ein paar Eindrücke bisheriger Aktivitäten und filmhistorische Schmankerl.
Gleich im Januar (23.-30.01.2026) starten wir mit der ersten Ausstellung ‘Across the River: Connected Simultaneously’ von Hyelim Jeon und Yunju Shin. Dazu in Kürze mehr.
Jetzt erholt euch alle gut von den Schlemmereien der letzten Tage und kommt gut ins neue Jahr! Bis bald im Kino!
FR 05.12.2025 | ab 16 Uhr mit DJ Schellack und Leckereien
Plätzchenbasar zum Naschen und für alle die spontan noch was zum Nikolaus brauchen. Kekse probieren und tauschen, Rezepte teilen.
After Work Nachmittag mit Punsch, Musik und guter Laune.
Erlös aus Punsch und FORTUNA-Keksen geht zur Hälfte an den Hilfebus SAFE – Straßensozialarbeit für Erwachsene. Und die andere Hälfte geht ans Kino – also noch einen guten Zweck 🙂
Bitte meldet euch gerne bei uns an: veranstaltung@ig-fortuna.de
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Der Künstler als Objekt im Raum. Gellért Szabó lädt ein.
FR 07.11., 20 Uhr
Im großen Saal werden drei Künstler zu Beobachtungsobjekten. Die Zeugen bewegen sich zwischen ihnen, still und aufmerksam, und nehmen die räumliche Distanz, die Kälte und die Isolation der Figuren wahr. Klang, Sprache und Präsenz erscheinen wie markierte Punkte, die sich nur durch Bewegung erschließen. Eine Aufführung über Distanz, Wahrnehmung und die stille Entfremdung zwischen Mensch und Raum.
Gellért Szabó präsentiert zusammen mit dem griechischen Experimantalgitarristen Giannis Arapis und Ruvi Simmons.
Gellért Szabó [Leipzig] Giannis Arapis [Athen] Ruvi Simmons [Leipzig]
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Am Donnerstag, 30. Oktober, wird’s schaurig schön: Wir zeigen einen Überraschungsfilm, der garantiert für Gänsehaut sorgt – in der passenden Kulisse einer echten Kinoruine! Zur Stärkung gibt es Bloody Marys und heiße Getränke, damit euch nur der Film – und nicht die Kälte – zittern lässt. Traut Euch 😉
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
FR 24.10., 17.30 Uhr Brasilien 2003 von Héctor Babenco
Carandiru ist ein Dramafilm von Héctor Babenco aus dem Jahr 2003. Es basiert auf den Memoiren Estação Carandiru von Dr. Drauzio Varella. Es geht um Drauzio (Luiz Carlos Vasconcelos), einen Arzt und AIDS/HIV-Spezialisten, der kurz vor dem Massaker von 1992, bei dem 111 Gefangene von Polizeikräften getötet wurden, ehrenamtlich im Carandiru-Gefängnis, dem größten Gefängnis Lateinamerikas, in São Paulo arbeitete. Der Film wurde vor Ort im damals stillgelegten Gefängnis gedreht, Monate vor seinem Abriss im Jahr 2002.
In Kooperation mit 35mm lpz. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Carandiru is a Brazilian drama inspired by true events inside São Paulo’s largest prison. Told through the perspective of a doctor working within the facility, the film explores the daily lives, dreams, and struggles of the inmates — revealing deep social inequalities and the fragile line between guilt and survival.
Powerful and humane, Carandiru portrays the resilience and tragedy of those forgotten by society, leading to a shocking and unforgettable climax.
In Cooperation with 35mm lpz. This measure is co-financed with tax revenue based on the budget approved by the members of the Saxon State Parliament.