Nach Corona geht es weiter!

Am 11. Juni fand das ertse Treffen der IG nach der Kontaktsperre  mit gebührendem Abstand in einem privaten Garten statt. Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die sitzen, Baum, Schuhe, Tisch, im Freien und Natur Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die sitzen, Baum, Gras, im Freien und Natur

Beschlossen wurde, einen offenen Brief an den Stadtrat zu verfassen ( so geschehen: siehe nächster Beitrag!), an der Demonstartion der Leipziger Kulturschaffenden am 20.06. teilzunehmen:

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die stehen, Menschenmasse, Kind, Himmel, Baum, Schuhe und im Freien, Text „das Kino!“ Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die stehen, Menschenmasse, Kind, Schuhe und im Freien, Text „das Kino!“ Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Menschenmasse, Baum und im Freien

Dabei haben wir durch unser verkürztes Plakat gleich an alle Kinos erinnert.

Die Mitgliederversammlung wurde auf den 02. Juli verschoben.

 

OFFENER BRIEF an den Stadtrat: Für eine kluge und nachhaltige Stadtentwicklung das ehemalige „Kino der Jugend“ in der Eisenbahnstraße 162 jetzt im Konzeptvergabeverfahren ausschreiben!

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Stadträtinnen und Stadträte,
 

unsere Interessensgemeinschaft aus Kulturschaffenden hat sich vor knapp fünf Jahren gegründet, um die kommunale Liegenschaft in der Eisenbahnstraße 162 – das ehemalige „Kino der Jugend“ – vor dem Verfall zu retten und als zentralen Kultursaal im Leipziger Osten wieder zu eröffnen. Gemeinsam mit der kommunalen Verwaltung und mit Hilfe Ihrer Gremien konnten wir 2016/17 die Notsicherung des Gebäudes (VI-A-02140) erreichen und den „Dornröschenschlaf“ dieses vergessenen städtischen Juwels zumindest konservieren. Zuletzt wurden 2019 weitere kommunale Fördermittel zur Entwicklung des Standortes eingeplant (A 0247/ 19).

 

Wir als IG FORTUNA | Kino der Jugend wertetendies als Erfolg unseres Bemühens, Hand in Hand mitden Bürger/-innen, der Verwaltung und der Kommunalpolitik ein Denkmal und einenbedeutenden Erinnerungsraum vieler Leipziger und Leipzigerinnen wiederzubeleben. Zusammen mit vielen engagierten Menschen führten wir am und um das ehemalige Kino ganz unterschiedliche Veranstaltungen durch, bspw. zum Tag der Städtebauförderung 2017 mit über 500 Gästen oder zur Aktiven Stadtkultur mit mehr als 15 Workshops an einem Wochenende. Im selben Jahr erhielten wir für unser bürgerschaftliches Engagement den Leipziger Agenda-21-Preis. Und Jahr um Jahr mussten wir Interessierte zu den Tagen der Industriekultur und zum Tag des offenen Denkmals vertrösten. Das Kino blieb geschlossen.

 
Leider ist es so, dass wir mittlerweile seit mehr als drei Jahren darauf warten, dass auch der zweite Teildes Ratsbeschlusses vom 26.10.2016 umgesetzt wird, und die Kommune das Gebäude wie versprochen „dauerhaft einer kulturellen, sozialen und/ oder gemeinwesenorientierten Nutzung“ (VI-A-02140) zuführt. Gleichzeitig nimmt der Bedarf in den schnell sich verdichtenden Quartieren des Leipziger Ostens beständig zu. (STEK)

Wir haben Verständnis dafür, dass das dafür notwendige Konzeptvergabeverfahren im Erbbaurecht erst erarbeitet werden musste und eine Abstimmung vieler unterschiedlicher Ämter dafür unabdingbar ist. Schließlich ist die Konzeptvergabe ein nachhaltiges Werkzeug der kommunalen Stadtentwicklung, um Standorte gezielt mit „geeigneten“ Akteuren zu entwickeln. Mit Vergabekriterien, einem mehrstufigen Auswahlverfahren und einem prozessbegleitenden Gremium kann die Eignung entsprechender Akteure sichergestellt werden (A-00058/14 // eRIS: V/A 567). Die Vergabe im Erbbaurecht ermöglicht es der Kommune zudem, Einfluss auf bestimmte Standortentwicklungen auszuüben, indem sie Flächen langfristig vorhält und so später notwendig werdende Zukäufe vermeidet. Dabei ist auch nicht von einem späteren „Notleiden“ auszugehen, da jede Form der Sicherung und Instandsetzung des Gebäudes dem Wiedereintritt der Immobilie ins Marktgeschehen zuarbeitet und damit ggf. auch eine zukünftige Kapitalisierung in Aussicht stellt.

 
Wir sind uns durchaus des modellbildenden Charakters des Verfahrens bewusst und wollen mit einer erfolgreichen Durchführung zur städtebaulichen Profilbildung Leipzigs beitragen. Aktuell sind wir jedoch im Unklaren, woran eine zügige Ausschreibung derzeit scheitert. Wir bitten Sie deshalb, nutzen Sie Ihren Einfluss und helfen Sie, das mit viel ehrenamtlichen Engagement und bürokratischem Schweiß erarbeitete Konzeptvergabeverfahren des ehemaligen „Kino der Jugend“ endlich auf den Weg zu bringen!

Uns ist auch klar, dass in der aktuell schwierigen Situationviele Bedarfe an Sie herangetragen werden. Umso mehr benötigen wir starke Bündnisse zwischen Stadträtinnen und Stadträten und der Zivilgesellschaft. Gelebte Leipziger Solidarität.

 
Lassen Sie uns die Stadt gemeinsam vorausschauend nachhaltig und kulturell vielfältig entwickeln.
Wenn Sie sich näher für die Arbeit der IG FORTUNA | Kino der Jugend interessieren, laden wir Sie gern zu einem unserer nächsten Treffen ein.
Danke für Ihr Interesse!
IG FORTUNA | Kino der Jugend

Auf in das Jahr 2020 !

Das wird ein entscheidendes Jahr! Wir warten nun auf die Ausschreibung des Objektes Kino der Jugend durch die Leipziger Stadtverwaltung, um unser Konzept den Anforderungen anzupassen und damit ins Rennen zu gehen! Das erste Treffen fand im ungeheizten Eckladen schräg gegenüber statt, der zu unserer Basis geworden ist. Hier haben wir die Aktionen für dieses Jahr beschlossen. Wir wollen uns am Tag der Städtebauförderung beteiligen, zum Tag des offenen Denkmals und zu den Tagen der Industriekultur ein Angebot machen. Genaueres dazu gibt es später.

Jahresabschluss 2019

Am 05. Dezember traf sich der enge Kern der IG Fortuna zum letzten Mal im Jahr im Eckladen Eisenbahnstrasse 143, um noch an einem Projektantrag für die Porsche-Stiftung zu feilen und mit einem Glühwein und Naschereien das Jahr ausklingen zu lassen.

Auf ein Neues in 2020! Erster runder Tisch am 23.01.

31.8. Kino am Kino: Der Rat der Götter

Gemeinsam mit der GlobaLE Leipzig und dem Polyloid Filmfest zeigen wir am Vorabend des Weltfriedenstages wieder Kino am Kino. Eine Abendveranstaltung im Rahmen des Bülowstraßenmusikfestivals.

DDR / Spielfilm / 1950 / 111 min / Kurt Maetzig / dt. / Im Anschluss Diskussion. mit Dr. Klaus Hesse. Beginn: ab 21 Uhr

Der Film thematisiert die Verstrickung der IG Farben in Rüstungsproduktion und Giftgasherstellung für die Konzentrationslager. Dem Vorstandsvorsitzenden Geheimrat Mauch geht es um Expansion und Gewinn für die Firma um jeden Preis. Der Chemiker Dr. Scholz ist ein Mitläufer, der sich aus Angst um Stellung und Familie der Wahrheit verschließt. Als 1948 eine verheerende Explosionskatastrophe in Ludwigshafen beweist, dass der Konzern trotz Verbotes der Alliierten wieder Sprengstoff produziert, bricht Scholz sein Schweigen.

Freiluftkino am ehemaligen Kino der Jugend – Die QuerReiser

“Die QuerReiser – das sind Mia und Jan – nehmen dich mit auf eine Reise, die von Thailand über Myanmar bis nach Indien und Nepal führt.”

Zum Stadtteilfest “Zufällig Osten” am kommenden Samstag, den 09.06., bieten wir in Zusammenarbeit mit der HTWK ab 19 Uhr auf dem Gelände der ehemaligen Gasanstalt Ost und um das “Kino der Jugend” ein besonderes Freilichtkino an. Das Rahmenprogramm startet um 19 Uhr. Die Filmvorführung von “Die QuerReiser – eine kulturelle Expedition” beginnt mit Einbruch der Dämmerung um 21 Uhr. Anschließend gibt es es ein Publikumsgespräch mit den Filmemacher/-innen.
Mit den Einnahmen des Abends möchten die 15 Studentinnen der Sozialen Arbeit ihren Beitrag zum Erhalt des ehem. Kino der Jugend leisten.

Wir freuen uns auf euch!

-> EINTRITT FREI
-> GETRÄNKE UND POPCORN

(Pressemitteilung zur Veranstaltung)

Kulturkino Zwenkau

Am Samstag, den 25.11.2017 war eine Abordnung der IG Fortuna zu einem partnerschaftlichen Besuch im Kulturkino Zwenkau. Dieses denkmalgeschützte Haus stand schon auf der Abrissliste, als ein Verein das Gebäude rettete, wieder ausbaute und mit Kultur belebte. Unser großes Vorbild! Wir haben viel gelernt, worauf wir achten müssen, wenn der Ausbau im Kino der Jugend losgeht.

Aktive Stadtkultur

Unser langes Workshopwochenende ist Geschichte. Hier einige Eindrücke von den verschiedensten Veranstaltungen

IG Fortuna: Aktive Stadtkultur
Ein Veranstaltungswochenende zum Mitmachen
20. bis 22. Oktober 2017

Die Stärkung der Zivilgesellschaft ist ein politischer Allgemeinplatz geworden. Aber wie geht das praktisch? Selbstverständlich von unten, an der Basis, in den Kommunen. Fraglos auch, dass dabei der Kulturarbeit eine zentrale Rolle zukommt. Eine enorme Aufgabe für Kulturbetriebe, die mehr erreichen wollen als den schönen Schein guter Auslastungszahlen und positiver Bilanzen. Denn der Weg ist weit von der bloß passiven Aufnahme kultureller Angebote, über die Teilnahme an aktivierenden Projekten, bis hin zur echten Teilhabe am Kulturbetrieb (um die Ecke). Und letzteres ist entscheidend, damit unsere Kulturbetriebe – die ja auch immer Versammlungsstätten zivilgesellschaftlicher Kräfte sind – zu Lernorten des demokratischen Miteinanders werden können. Aber Wie fit sind die laufenden Modelle dahingehend wirklich? Was können, und was müssen wir besser machen, um unsere Betriebe mit einer politischen Kultur zu verankern? Was kommt schließlich auf uns als Kulturschaffende zu in einer sich aktuell rasant verändernden, politischen Landschaft, in der Tugenden wie Respekt, Toleranz und sachliches Argumentieren unterzugehen drohen?

Die Interessengemeinschaft (IG) FORTUNA | Kino der Jugend will einen teilhabeorientierten Kulturbetrieb im Leipziger Osten am Standort des ehemaligen „Kino der Jugend“ in der Eisenbahnstraße 162 etablieren. Wir laden deshalb Kulturschaffende und Nachbarn vom 20. bis 22.10.2017 zu einem aktivierenden Veranstaltungswochenende. Gemeinsam wollen wir uns den Fragen um Beteiligung und Teilhabe stellen und miteinander diskutieren, Kultur genießen, Phantasien frönen, gegenseitig bilden. Neben vielen spannenden Workshops und Gesprächskreisen gibt es am Samstag auch einen kleinen Stadtrundgang mit anschließendem Dinner sowie Musik & Tanz.

In jedem Falle: Du bist herzlich eingeladen!
Deine IG FORTUNA | Kino der Jugend

Eröffnung: Freitag, 20. Oktober 2017 | 18:00 Uhr | Pöge-Haus (Saal)
mit einem Grußwort der Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke

 

Das ganze Programm

Tag des offenen Denkmals am 10. September

Zum Tag des offenen Denkmales am kommenden Sonntag, den 10.09., bietet wir um 15 Uhr und 17 Uhr eine Führung über das Gelände der ehemaligen Gasanstalt Ost und um das ehem. Kino der Jugend an. Jeweils anschließend kann die Ausstellung “Rettet das Kino!” im Eckladen gegenüber, in der Eisenbahnstraße 143, besichtigt werden.

Außerdem laden wir zur Teilnahme am Internationalen Kulturcamp “THE CITY THATS US” vom 20.-28.09. ein. Das Kulturcamp bereitet unser großes Veranstaltungswochenende “Aktive Stadtkultur – Zwischen Teilhabe und Beteiligung” vom 20.-22.10. vor. Hierfür suchen wir noch nach Leipziger/-innen, die einen eigenen Workshop anbieten möchten.

Mehr Informationen finden sich in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Open Air-Kino zu den Tagen der Industriekultur

Zu den Tagen der Industriekultur veranstalten wir in Kooperation mit dem Amt für Stadtbeleuchtung am 12.08. ab 21 Uhr eine Führung über das Gelände der ehemaligen Gas-Anstalt Ost.

Anschließend können die BesucherInnen ab 21.30 Uhr ein Open-Air-Spektakel im Ambiente des Industriekulturdenkmales erleben. Gezeigt wird im Rahmen des Programmes globaLE 2017 der Dok-Film:

Das Gegenteil von Grau

BRD / 2017 / 92 min / Matthias Coers / dt. mit engl. UT., Im Anschluss Diskussion mit dem Filmemacher Matthias Coers sowie Aktivist/innen der IG Fortuna.

Wo: Open-Air am ehemaligen Kino der Jugend (Eisenbahnstraße 162)

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter/inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.

Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen.

PS: Der Film startet sobald die Lichtverhältnisse es zulassen.