Konzept abgegeben! Tata!

Die Abgeabe des druckfrischen Konzepts wurde von einigen Mitgliedern der IG Fortuna am Fristbriefkasten am Rathaus mit einem mini Sekt zelebriert. Danke an alle, die daran mitgewirkt haben! Nun holen wir erstmal Luft, treffen uns übernächste Woche mal zum gemeinsamen Essen und warten auf das Ergebnis.

Konzeptvergabeverfahren endet am 30.09.

Morgen endet die Frist zur Einreichung des Konzeptes für die Übernahme des Objektes in Erb-Pacht. Wir haben lange gearbeitet und alle Pläne dargelegt. Viele lokale Partner haben ihre Unterstützung kundgetan. Nun heißt es Daumen drücken für die Entwicklung eines Kulturzentrums für den Leipziger Osten!

öffentliche Besichtigung

Heute war öffentlicher Besichtigungstermin im Kino der Jugend zum Start des Konzeptvergabeverfahrens. Die IG Fortuna bewirbt sich mit einem Konzept für ein offenes Kulturzentrum. Hier einige Eindrücke:

Das Konzeptvergabeverfahren ist eröffnet!

Zum Start des Konzeptvergabeverfahrens anbei unsere Pressemitteilung vom 08.07.
Die erste Beratung zur Aufgabenverteilung, um das vorhandene Konzept anzupassen, fand schon statt. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet. Die nächste Versammlung ist am 30.07. um 19,30 Uhr.
Am Montag, den 20.07. kann zwischen 13.00 und 16.00 Uhr das Objekt besichtigt werden!
Teams des Vereins und der Stadtverwaltung sind vor Ort.

Foto des künftigen Kultur- und Begegnungszentrums im Leipziger Osten am Standort des ehemaligen Kinos der Jugend in der Eisenbahnstraße 162 PRESSEMITTEILUNG // 08.07.2020Konzeptvergabe des ehemaligen „Kino der Jugend“ gestartet:

Stadt Leipzig geht neue Wege der nachhaltigen Stadtentwicklung Pressekontakt:Daniel.Schade@ig-fortuna.deTelefon: 0177 / 488 555 9Bei der IG FORTUNA | Kino der Jugend, der Bürgerinitiative, die seit langem für den Erhalt des ehemaligen „Kino der Jugend“ kämpft, löste die Nachricht über den Start der Konzeptvergabe des Gebäudes in der Eisenbahnstraße 162 am vergangenen Wochenende nur verhaltenen Jubel aus. Dabei gäbe es jede Menge Gründe die Sektkorken ordentlich knallen zu lassen. Als sich die Interessensgemeinschaft von Leipziger Kulturschaffenden 2015 den frohen Namen „Fortuna“ gab, war die Immobilie ein hoffnungsloser Fall. Mit dramatischen Bildern des Verfalls aus dem Gebäudeinnerengelang es damals die Öffentlichkeit aufzurütteln. Bereits Ende 2016 einigten sich auf Druck der IG Verwaltung und Stadtrat auf einen Rettungsplan mit dem Ziel der gemeinwohlorientierten Entwicklungder Immobilie. Das Gebäude in kommunaler Hand wurde grundgesichert, das Dach geflickt und der Schutt im Inneren beräumt. Gleichzeitig begann ein Beteiligungsverfahren, um die Bedürfnisse der lokalen Akteure und Nachbar/-innen auf die Entwicklungsziele des Gebäudes abzustimmen. Die Ergebnisse bestätigten Stadtrat und Verwaltung darin, dass am Standort des ehemaligen Kinos, im Umfeld der schnell wachsenden Stadtteile des Leipziger Ostens ein Kultursaal von der Größe unbedingt benötigt wird. Im Rahmen des überkommenen Vergaberechts allerdings eine Zwickmühle, denn bei einem „klassischen“ Verkauf gibt es keine hinreichenden Möglichkeiten die Entwicklung zu beeinflussen, zumal der Ausverkauf der kommunalen Flächen in der Vergangenheit als Bumerang zurückkam, als Leipzig wieder wuchs und von einer „shrinking city“ zur „boomtown“ mit neuen Herausforderungen für die Stadtentwicklung avancierte.Um also die kommunalen Entwicklungsziele am Standort nachhaltig sicherzustellen, musste erst ein neuer Weg bei der Vergabe dieserart kommunaler Immobilien entwickelt werden. Das hatte der Stadtratzwar prinzipiell schon 2013/14 beschlossen (A-00058/14 // eRIS: V/A 567). Aber ein konkretes Verwaltungsverfahren dafür fehlte bisher. Und es ist der IG FORTUNA sowie einigen engagierten Stadträt/-innen und Verwaltungsangestellten zu verdanken, dass Leipzig nun endlich über ein neues Werkzeug der nachhaltigen Stadtentwicklung verfügt: Der Konzeptvergabe im Erbbaurecht mit Anhandgabe. Hinter dem etwas sperrigen Namen verbergen sich drei klug ineinander greifende stadtpolitische Kontexte: Die Vergabe im Erbbaurecht bedeutet nicht den Verkauf der Immobilie samt Fläche, sondern lediglich die Verpachtung des Gebäudes (im Fall des „Kino der Jugend“ sind 60 Jahre Erbpacht vorgesehen). Dabei erfolgt die Vergabe auch nicht klassisch an den höchstbietenden Interessenten, sondern nach „Konzept“, d.h. die Kommune definiert Kriterien der Nutzung, in denen sie eigene Entwicklungsziele verankern kann, und entscheidet sich dann für das Konzept, das diesen am ehesten entspricht. Die Anhandgabe bedeutet schließlich, dass die Verwaltung die favorisierte Konzeptgruppe auch baurechtlich berät und bei der Entwicklung eines Finanzierungsrahmens für die nutzungsorientierte Sanierung aktiv unterstützt, damit sie hintendrein nicht dem entgegen steht, was siezuvor mit ins Verfahren gebracht hat.1/2

Zusammengenommen waren an der Entwicklung dieses neuen Verfahrens zeitweise bis zu zehn verschiedene Ämter der Stadtverwaltung beteiligt. Daniel Schade, Sprecher der IG FORTUNA, seufzt bei dem Gedanken: „Die Verwaltung hat gründlich gearbeitet, ohne Frage. Und die Abstimmung zwischen so vielen Ämtern ist schwierig. Aber 3,5 Jahre? Das hat bei dem anfänglichen Enthusiasmus unserer Initiative doch deutliche Spuren hinterlassen.“ Trotzdem ist Schade dankbar für die Arbeit im Rathaus. „Niemand hat vor fünf Jahren daran geglaubt, dass es möglich ist, dass Bürger/-innen, Stadtrat und Verwaltung Hand in Hand zusammenarbeiten können, um das Kino der Jugend zu retten. Das ist wirklich eine tolle Sache!“.Die Ausschreibungsunterlagen zur Konzeptvergabe des „Kino der Jugend“ sind nun seit 04.07.2020 öffentlich. Interessierte können sich bis 30.09. mit einem Konzept an der Vergabe der Immobilie beteiligen. Katrin Haucke, die bei der IG FORTUNA die Konzeptarbeit koordiniert, bestätigt die Teilnahme der IG am Verfahren: „Selbstverständlich beteiligen wir uns auch mit einem eigenen Konzept. Wir wollen zeigen, dass es geht und das neue Verfahren zum Erfolg führen. Und natürlich auch die Messlatte für die zukünftige Nutzung des Gebäudes möglichst hoch legen, im Sinne der lokalen Akteure und Nachbar/-innen vor Ort.“ Haucke macht aber auch auf das ungünstige Timing der Ausschreibung aufmerksam: „Jetzt so mitten in der Sommerpause ist es für uns als Bürgerinitiative sehr schwierig alle Kräfte für die notwendigen Konzeptdiskussionen zu mobilisieren.“ Zumal auch hierdie Corona-Krise zusätzlich belastet. „Es gibt ja derzeit kaum Räume, wo man sich mit demgebührenden Abstand in großer Runde treffen kann. Und wir müssen auch überlegen, was die aktuelle Krise der Begegnungskultur für unsere Pläne einer interkulturellen Begegnungsstätte konzeptionell bedeutet. Da wartet viel Arbeit.“, so Haucke.Dabei will die IG FORTUNA | Kino der Jugend wie in der Vergangenheit auch in der Zukunft offenund beteiligungsorientiert vorgehen. Erik Schülke, der sich als Vorstand des Bürgervereins Neustädter Markt in der Interessensgemeinschaft engagiert, lädt deshalb alle Interessierten herzlich ein: „Sprecht uns an, schreibt per Facebook, Mail oder Brief oder kommt zu einem der Treffen vorbei. Mit vereinten Kräften schenken wir dem Leipziger Osten einen seiner größten Kultursäle zurück!“via Facebook: https://www.facebook.com/igfortuna/via Internet:http://ig-fortuna.devia Mail:vorstand@ig-fortuna.devia Post:IG FORTUNA | Kino der Jugend, Eisenbahnstraße 143, 04315 Leipzig2/2

Nach Corona geht es weiter!

Am 11. Juni fand das ertse Treffen der IG nach der Kontaktsperre  mit gebührendem Abstand in einem privaten Garten statt. Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die sitzen, Baum, Schuhe, Tisch, im Freien und Natur Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die sitzen, Baum, Gras, im Freien und Natur

Beschlossen wurde, einen offenen Brief an den Stadtrat zu verfassen ( so geschehen: siehe nächster Beitrag!), an der Demonstartion der Leipziger Kulturschaffenden am 20.06. teilzunehmen:

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die stehen, Menschenmasse, Kind, Himmel, Baum, Schuhe und im Freien, Text „das Kino!“ Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die stehen, Menschenmasse, Kind, Schuhe und im Freien, Text „das Kino!“ Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Menschenmasse, Baum und im Freien

Dabei haben wir durch unser verkürztes Plakat gleich an alle Kinos erinnert.

Die Mitgliederversammlung wurde auf den 02. Juli verschoben.

 

OFFENER BRIEF an den Stadtrat: Für eine kluge und nachhaltige Stadtentwicklung das ehemalige „Kino der Jugend“ in der Eisenbahnstraße 162 jetzt im Konzeptvergabeverfahren ausschreiben!

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Stadträtinnen und Stadträte,
 

unsere Interessensgemeinschaft aus Kulturschaffenden hat sich vor knapp fünf Jahren gegründet, um die kommunale Liegenschaft in der Eisenbahnstraße 162 – das ehemalige „Kino der Jugend“ – vor dem Verfall zu retten und als zentralen Kultursaal im Leipziger Osten wieder zu eröffnen. Gemeinsam mit der kommunalen Verwaltung und mit Hilfe Ihrer Gremien konnten wir 2016/17 die Notsicherung des Gebäudes (VI-A-02140) erreichen und den „Dornröschenschlaf“ dieses vergessenen städtischen Juwels zumindest konservieren. Zuletzt wurden 2019 weitere kommunale Fördermittel zur Entwicklung des Standortes eingeplant (A 0247/ 19).

 

Wir als IG FORTUNA | Kino der Jugend wertetendies als Erfolg unseres Bemühens, Hand in Hand mitden Bürger/-innen, der Verwaltung und der Kommunalpolitik ein Denkmal und einenbedeutenden Erinnerungsraum vieler Leipziger und Leipzigerinnen wiederzubeleben. Zusammen mit vielen engagierten Menschen führten wir am und um das ehemalige Kino ganz unterschiedliche Veranstaltungen durch, bspw. zum Tag der Städtebauförderung 2017 mit über 500 Gästen oder zur Aktiven Stadtkultur mit mehr als 15 Workshops an einem Wochenende. Im selben Jahr erhielten wir für unser bürgerschaftliches Engagement den Leipziger Agenda-21-Preis. Und Jahr um Jahr mussten wir Interessierte zu den Tagen der Industriekultur und zum Tag des offenen Denkmals vertrösten. Das Kino blieb geschlossen.

 
Leider ist es so, dass wir mittlerweile seit mehr als drei Jahren darauf warten, dass auch der zweite Teildes Ratsbeschlusses vom 26.10.2016 umgesetzt wird, und die Kommune das Gebäude wie versprochen „dauerhaft einer kulturellen, sozialen und/ oder gemeinwesenorientierten Nutzung“ (VI-A-02140) zuführt. Gleichzeitig nimmt der Bedarf in den schnell sich verdichtenden Quartieren des Leipziger Ostens beständig zu. (STEK)

Wir haben Verständnis dafür, dass das dafür notwendige Konzeptvergabeverfahren im Erbbaurecht erst erarbeitet werden musste und eine Abstimmung vieler unterschiedlicher Ämter dafür unabdingbar ist. Schließlich ist die Konzeptvergabe ein nachhaltiges Werkzeug der kommunalen Stadtentwicklung, um Standorte gezielt mit „geeigneten“ Akteuren zu entwickeln. Mit Vergabekriterien, einem mehrstufigen Auswahlverfahren und einem prozessbegleitenden Gremium kann die Eignung entsprechender Akteure sichergestellt werden (A-00058/14 // eRIS: V/A 567). Die Vergabe im Erbbaurecht ermöglicht es der Kommune zudem, Einfluss auf bestimmte Standortentwicklungen auszuüben, indem sie Flächen langfristig vorhält und so später notwendig werdende Zukäufe vermeidet. Dabei ist auch nicht von einem späteren „Notleiden“ auszugehen, da jede Form der Sicherung und Instandsetzung des Gebäudes dem Wiedereintritt der Immobilie ins Marktgeschehen zuarbeitet und damit ggf. auch eine zukünftige Kapitalisierung in Aussicht stellt.

 
Wir sind uns durchaus des modellbildenden Charakters des Verfahrens bewusst und wollen mit einer erfolgreichen Durchführung zur städtebaulichen Profilbildung Leipzigs beitragen. Aktuell sind wir jedoch im Unklaren, woran eine zügige Ausschreibung derzeit scheitert. Wir bitten Sie deshalb, nutzen Sie Ihren Einfluss und helfen Sie, das mit viel ehrenamtlichen Engagement und bürokratischem Schweiß erarbeitete Konzeptvergabeverfahren des ehemaligen „Kino der Jugend“ endlich auf den Weg zu bringen!

Uns ist auch klar, dass in der aktuell schwierigen Situationviele Bedarfe an Sie herangetragen werden. Umso mehr benötigen wir starke Bündnisse zwischen Stadträtinnen und Stadträten und der Zivilgesellschaft. Gelebte Leipziger Solidarität.

 
Lassen Sie uns die Stadt gemeinsam vorausschauend nachhaltig und kulturell vielfältig entwickeln.
Wenn Sie sich näher für die Arbeit der IG FORTUNA | Kino der Jugend interessieren, laden wir Sie gern zu einem unserer nächsten Treffen ein.
Danke für Ihr Interesse!
IG FORTUNA | Kino der Jugend

Auf in das Jahr 2020 !

Das wird ein entscheidendes Jahr! Wir warten nun auf die Ausschreibung des Objektes Kino der Jugend durch die Leipziger Stadtverwaltung, um unser Konzept den Anforderungen anzupassen und damit ins Rennen zu gehen! Das erste Treffen fand im ungeheizten Eckladen schräg gegenüber statt, der zu unserer Basis geworden ist. Hier haben wir die Aktionen für dieses Jahr beschlossen. Wir wollen uns am Tag der Städtebauförderung beteiligen, zum Tag des offenen Denkmals und zu den Tagen der Industriekultur ein Angebot machen. Genaueres dazu gibt es später.

Jahresabschluss 2019

Am 05. Dezember traf sich der enge Kern der IG Fortuna zum letzten Mal im Jahr im Eckladen Eisenbahnstrasse 143, um noch an einem Projektantrag für die Porsche-Stiftung zu feilen und mit einem Glühwein und Naschereien das Jahr ausklingen zu lassen.

Auf ein Neues in 2020! Erster runder Tisch am 23.01.